Die Kapelle wurde 1925 erbaut.
Im Jahr 1865 wird in Großmotten eine Betkapelle genannt und die Pfarrchronik berichtet, dass am 9. Jänner 1917 die Kapellenglocke abgenommen und abgeliefert wurde. Pfarrer Josef Penner weihte am 11. Mai 1919 eine bei den Böhlerwerken gekaufte Stahlglocke zu Ehren der Heiligen Apostel Petrus und Paulus. Die Familie des Revierinspektors Wenzel Kollmann spendete im Jahr 1923 ein Herz-Jesu und Herz-Maria Bild für die Kapelle.
Um den Schulkindern den Besuch einer heiligen Messe zu erleichtern, wurde vom Bischöflichen Ordinariat St. Pölten bereits am 1. Mai 1924 für die Kapelle die Messlizenz erteilt. Am Fest Christi Himmelfahrt, dem 29. Mai 1924, wurden unter großer Beteiligung der Gläubigen die Paramente in feierlicher Form geweiht. Pfarrer Stephan Biedermann von Niedergrünbach hielt vor der Kapelle die Festpredigt. Die erste heilige Messe wurde am 6. Juni 1924 gelesen. Nach derselben beschenkte der Gastwirt Josef Gföhler alle Kinder in der Schule mit Kipferln zur Erinnerung an die erste heilige Messe.
Von der NÖ Landesregierung wurde der Altar aus der aufgehobenen Kapelle des Waisenhauses in Gföhl für die Kapelle geschenkt. Im Frühsommer 1930 wurde die Kapelle renoviert und neue Fenster eingesetzt. Frau Juliane Klinger spendete ein zusammen mit der Handarbeitslehrerin Lydia Glatz angefertigtes Antipendium. In den Jahren 1958/59 wurde die Kapelle renoviert, ebenso im Jahre 1982. Am 27. Juni 1982 wurde die renovierte Kapelle durch Prälat KR. Mag. Bernhard Naber, Abt von Stift Altenburg feierlich neu geweiht.
Die Kapelle wird seit Jahren von Franz Rumpelmeier betreut, der auch die Elektrifizierung des Geläutes und einen Altarteppich für seine Kapelle spendete.
(Quelle: Dr. Karl Schwarz, Heimatbuch Rastbach (1998) 99f)